Ein weiterer „Wintertag“ in Norddeutschland. Bei Temperaturen um die 3°C und Wind aus Süd-West breche ich in Tönning auf. An diesen Wetterverhältnissen ändert sich den ganzen Tag nichts. Wenn ich das Glück habe im Windschatten zu laufen ist dieses Wetter sehr schön, aber die meiste Ziet bin ich auf dem Deich dem Wind voll ausgesetzt. Er kommt stets von hinten oder von der Seite. Direkter Gegenwind bläst mir nicht ins Gesicht. Nach der Hälfte der Strecke wünsche ich mir ein Cafe. Heiße Schokolade mit Sahne und ähnliche Wunschträume überkommen mich. Ich studiere die Landkarte und weiß doch ganz genau, dass sich alle verzeichneten Gaststätten im Winterschlaf befinden. Sogar die Nabustation öffnet nur nach Absprache.
Es fällt mir schwer im Hier und Jetzt glücklich zu sein. Erst nachdem ich in einem Unterstand mein Brot gegessen habe und anschließend meinen Laufrythmus wieder gefunden haben kann ich mich mit der Welt versöhnen.
Um 15:30 treffe ich nach 37618 Schritten bei Bauer Voß in St. Peter-Ording ein und werde mit den Worten: „Da kommt unser besonderer Wandergast“ begrüßt.
Jetzt freue ich mich auf Besuch aus Bremen.